evangelischer Religion
Was will evangelischer Religionsunterricht? Evangelischer Religionsunterricht ist im Land Sachsen-Anhalt ordentliches Lehrfach. Er leistet einen eigenständigen Beitrag zur Erfüllung des Bildungsauftrages der Schule und wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Evangelischen Kirche erteilt.
Ziel ist es wichtige Lebensfragen so aufzunehmen, dass die Schülerinnen und Schüler eigene Positionen gewinnen und fähig werden zu verantwortlichem Handeln. Durch das Vertraut-werden mit den christlichen Glaubenstraditionen und der Auseinandersetzung mit ihnen sollen Entscheidungsfähigkeit, Toleranz und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung gefördert werden. Welche Themen werden behandelt? Leitthemen:
Was unterscheidet den evangelischen Religionsunterricht vom Ethikunterricht? Der Religionsunterricht beschäftigt sich ebenso wie der Ethikunterricht mit religiösen und weltanschaulichen Problemen. Jedoch begegnen die Schülerinnen und Schüler bewertenden Stellungnahmen aus christlicher Sicht, die aber Nichtchristliches weder verunglimpfen noch abwerten. Vielmehr wird der Unterricht eine eigenständige Urteilsbildung der Heranwachsenden fördern. Der klare Standpunkt, den die Religionslehrkraft vertritt, soll hierzu helfen. Die große Chance besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Informationen über Religion erhalten, sondern ihr aus erster Hand begegnen können. Soll mein Kind den Religionsunterricht besuchen? Wenn man offen ist für Glaubensfragen, dann sprechen gute Argumente für den Religionsunterricht. Es ist ein aussichtsloses Unterfangen, Religion allgemein zu unterrichten, ohne von bestimmten Religionen auszugehen. Das lässt sich vergleichen mit einem Musikunterricht, in dem ständig über Musik gesprochen wird, aber nie ein musikalische Werk gehört oder ein Instrument angefasst wird. Er wird schnell langweilig. Man kann am besten verstehen, was Religion ist und will, wenn man sich auf eine bestimmte Religion einlässt. Der Unterricht wird anschaulicher, wenn die Inhalte der Religion entfaltet werden, zu der sich auch die Lehrerin bzw. der Lehrer bekennt. Gerade in solcher Anschaulichkeit des Unterrichts liegt die Chance für eine konfessionelle Kooperation. Unterschiedliche Standpunkte werden lebensnah vermittelt.
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